1452
|
Erste
urkundliche Erwähnung von Hartmannsdorf als Wilhelm Herzog zu
Sachsen Hans und Kunz Merrettich das Rittergut in Lehen gab. |
|
1530
|
der Müller (Pachtmüller) erhält einen Scheffel Korn, weil er 2 Wölfe erlegt hat |
|
1533
|
im Ort leben 4 angesessene Mann, kirchlich zu Etzdorf gehörend |
|
1558
|
die Mühle wurde samt Bach, Mühlgraben und Lachenrechte dem Rittergut verliehen |
|
| 1588 |
Rudolf von Bünau erwarb das Rittergut Hartmannsdorf |
|
| 1598 |
Georg von Schauroth ist neuer Herr im Rittergut Hartmannsdorf |
|
| 1596 |
Die
Brücke
unterhalb
des Dorfes wurde mit Beschotterung erneuert und für 20
Groschen
wurde
Holz zum ausbessern der selben geliefert.
In den Jahren 1609 bis 1618 wurde mehrmals mit hohen Aufwand an der
Brücke gebessert.
.
|
| 1597 |
Die
Grenze zu den benachbarten Fürsten- und
Herzogtümern
wurde neu vermessen und festgelegt.
Siehe nebenstehnde Skitze. |
|

Skizze zur
Grenzvermessung um 1597
|
|
| 1598 |
ein
starkes
Erdbeben erschütterte Hartmannsdorf |
|
| 1610 |
die
"böse
Seuche" wurde engeschleppt und grasierte in der Gemeinde |
|
| 1613 |
Thüringer
Sintflut und Heuschreckenplage |
|
| 1618 |
der
30
jährige Krieg begann
|
|
| 1622 |
eine
starke
Hungersnot brach in unserer Gemeinde aus |
|
| 1622 |
die
Schalachsmühle wurde geplündert |
|
| 1633 |
Schwedische
und
Kaiserliche Truppen zogen in hoher Anzahl durch unseren Ort. Dabei
wurde mehrfach geplündert. |
|
| 1637 |
Der
hiesige
Bauer Hans Friedrich wurde vom Amt Eisenberg mit 1½ Gulden bestraft, weil
er Hans
Müllers Witwe mit einem Stein am Kopf blutig geworfen hatte. |
|
| 1652 |
Belehnung Georg von Wolframsdorfs mit dem Rittergut |
|
| 1655 |
ein schöner Gasthof wurde erbaut, welcher im selben Jahr Schankrecht erhält |
|
| 1658 |
Die
Hartmannsdorfer Gemeinde zahlte 12 Groschen und das Rittergut 1½ Tahler für
die Instandsetzung
des Raudaer Kirchendaches. |
|
| 1663 |
Es
wurde
verkündet, dass an der Schenke am Lindenberge bis zu sechs
Pfennige Brücken- und Wegezoll verlangt werden darf.
. |
| 1673 |
Das
hiesige
Rittergut, dessen Gebäude von einem Wassergraben umgeben ist
hat
das
Recht einer Wegegeldeinnahme, weil die Straße durch die Flur
des
selben
führte.
. |
| 1683 |
Hartmannsdorf
wurde das Erb- und Niedergericht in Dorf und Flur verliehen, so das
über Holz- und andere kleine Diebstähle im Ort
befunden
werden konnte. |
|
. |

Getreidepreise von 1610
bis 1702
|
|
| 1683 |
Heinrich
von Friesen, seit 1667 Herr auf Kauern, erwirbt das Rittergut. Das
Friesensche Geschlecht ist hoch verschuldet. Das Rittergut wird
versteigert.
|
|
| 1694 |
Andreas
Herling
wurde zusammen mit seinem Sohn, da er den Rittergutsverwalter einen
Schelm und Galgenvogel genannt hatte, zu zwei Tagen Gefängnis
verurteilt. Weitere Rechtssprechung des Gerichtes Hartmannsdorf finden
Sie nebenstehend.
|
|
| 1695 |
Der Lehnbrief wird auf den neuen Besitzer Georg Heinrich von Boyneburgk ausgestellt.
|
|
| 1705 |
Der
Ort war auf 7 Häuser angewachsen und entwickelte sich als
Straßendorf am Wegeknoten und deren Grenzen zwischen dem
Königreich Preußen, dem Fürstentum Reuß und dem
Westkreis des Herzogtums Sachsen – Altenburg. (Dreiherrenstein
–letztes Haus Geraer Straße)
|
|
|
| 1717 |
Das
Rittergut
wurde an Johann Friedrich Freiherr Bachoff von Echt für 18700
Gulden verkauft.
Daraus
ergab sich inerhalb eines halben Jahunderts eine Steigerung des
Kaufpreises für das Gut um das dreifache.
Vorbesitzer
waren Merrettich, Bünau, Schauroth, Wolframsdorf,
Frieden, und Ronneburg.
1667
-> 6000 Gulden
1683
-> 8200 Gulden
1694
-> 7500 Gulden
1717
-> 18700 Gulden
.
. |
| 1723 |
Das
Herrenhaus
brannte ab, wobei wichtige Urkunden gleich mit
vernichtet wurden. Das heute noch bestehende Schlösschen wurde
erbaut. |
|

Johanna und
Freiherr
von Echt um 1700
|
|
| 1758 |
Kaiserliche-,
Präusische- und Reichstruppen wurden im April folge des 7
jährigen Krieges im Dorf einquartiert. Im September lagerten
die
östereichischein Hussaren bei Hartmannsdorf.
|
|
| 1806 |
Napoleon
I.
Bonapartes Truppen marschierten durch unseren Ort und
plünderten
für nachweislich 524 Taler und 8 Groschen.
|
|
| 1813 |
Napoleons
Truppen und das Lichtensteiner Korps quartierten sich für
mehrere
Wochen im Ort ein und die Auswirkungen der Leipziger Schlacht waren
auch in Hartmannsdorf zu spüren.
|
|
| 1816 |
Es
wurde sich
über den Zustand der Straßen beschwert, da diese
nicht mehr
befahrbar waren.
|
|
| 1820 |
Die
Hartmannsdorfer organisierten sich eine eigene Schule, da bis zu diesem
Zeitpunkt die Schule in Etzdorf benutzt werden musste und ein Weg
dorthin, vor allem in den Wintermonaten, sehr beschwerlich war.
|
|
| 1823 |
Hartmannsdorf besitzt nun 20 Häuser mit 132 Einwohnern |
|
| 1826 |
Herzog
Friedrich zog bei seinem Einzug in sein neues Land durch
Hartmannsdorf. Man hatte ihm zu Ehren eine Ehrenpforte errichtet. |
|
| 1831 |
Am Holzberge nahe der Chaussee nach Caaschwitz wurde ein Schuhmacher namens Dietsch an einem Baume erhenkt gefunden |
|
| 1833 |
Doska Auguste Freiin Bachoff von Echt verheiratete sich mit Karl von Einsiedel auf Scharrfenstein. |
|
| 1836 |
Neubau
eines Dorfgasthof, zum Rittergut gehören eine Malz,- Schneide und
Lohmühle, eine Ziegelei, eine Schäferei ,ein Brauhaus, eine
Schmiede. |
|
| 1840 |
Wegen Erweiterung der durch Ort laufenden Chaussee, zur Poststrasse, wurden 4 Häuser abgebrochen und wieder aufgebaut. |
|
| 1840 |
Gründung der Ziegelei mit Bau eines Einkammerofens (davor Ziegelhütte auf dem Rittergut) |
|
| 1841 |
Hartmannsdorf besitzt nun 28 Häuser mit 158 Einwohnern in 31 Familien. |
|
| 1850 |
Der Frondienst wurde aufgehoben. |
|
| 1859 |
Die
Eisenbahn
durchfuhr zum ersten Mal das Elstertal. |
|
| 1861 |
Die
große
Heerstraße wurde grundhaft ausgebaut.
|
|
| 1876 |
Von den Gemeinden Hartmannsdorf und Rauda wurde eine neue Schule in Rauda gebaut. Fortan besuchten die Kinder diese Schule.
|
|
| 1877 |
Die
Geschwister Helene, Curt und Haubold von Einsiedel verkauften
ihre Anteile am Rittergut an ihre Schwester Berta von Schütz geb.
Einsiedel. Diese verpachtete das Gut, da ihr Mann 1870 im
deutsch-französischen Krieg gefallen war.
|
|
| 1880 |
Die
Eisenbahnlinie Crossen- Hartmannsdorf- Eisenberg wurde am 01.04.1880 eröffnet.
Die Eisenbahn durchfuhr das Rauda - Tal von Crossen nach Eisenberg. Die
Strecke legte die Eisenbahngesellschaft Pleßner AG mitten
durch das Dorf, unter Benutzung der Landstraße. Die Haltestelle
lag unmittelbar am großen Eingangstor des Rittergutes. |
|
| 1886 |
In
der
Eisenberger Straße (heutige B7) wurde die Mühle
erbaut,
welche auch heute noch steht.
. |
| 1926 |
Rittmeister
Rudolf Zersch kaufte das
Rittergut, zu dessen Besitz auch die Mühle
gehörte. |
1936 |
Rittmeister
Rudolf Zersch schenkte
dem Ort den Glockenturm |
|
|
|
. |
 |
|
 |
|
|
Rittergut
um 1938 |
|
Glockenturm
um 1938 |
|
|
|
|
| 1980 |
Der
erste
Spatenstich für einen von fünf Plattenbauten wurde
vollzogen. |
|
| 1995 |
Das
Rittergut
zusammen mit dem Park wechselte in den Privatbesitz einer Baufirma. Das
Herrenhaus wird privat genutzt, aus den Seitengebäuden sind
Sozialwohnungen entstanden. |
|
| 1996 |
Das
60
jährige Bestehen des Glockenturmes wurde gefeiert |
|
| 1999 |
Die
Eisenbahnlinie Crossen-Hartmannsdorf-Eisenberg wird stillgelegt
|
|
| 2006 |
Neubau
der Brücke über die Rauda in der Eisenberger
Straße
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| . |