Ernst Rudolf Bernhard Zersch





Wappen der Familie Zersch

Ernst Rudolf Bernhard Zersch wird als 5. Kind von acht am Samstag, den 11. Juni 1881 um 13 Uhr in Köstritz geboren und am Sonntag, den 25. September 1881 getauft. Am 12. März.1914 geht er eine Ehe mit Luise Richter ein, welche am 02. Dezember 1882 in Wernigerode geboren ist.

Rudolf stirbt am 24. März 1939 in Hartmannsdorf. Luise am 20. Februar 1970 in Krefeld.

Rudolfs Taufpaten waren:

Frau Hedwig Holze aus Berlin
Frau Luise Böttger aus Helmstedt
Frau Johanna Boockmann aus Neuhaldensleben
Frau Maria Brandes aus Berlin
Herr Dr. Max Lange
Herr Eduard Boockmann aus Schermcke b. Oschersleben



Ernst Rudolf Bernhard Zersch studierte nach seiner Schulausbildung an der Universität in Bonn Betriebswirtschaft. Seinen Wehrdienstzeit leistete er im Jahr 1904 als Leutnant im Königl.- Sächs. Karabinier-Regiment in Borna bei Leipzig.



Chronik

Glockenturm

Mühle
Rittergut & Schloss
Rittmeister Zersch
Schule

historische Fotos




Am 01. April 1907 tritt er als Mitinhaber in die Fürstl. Brauerei R. Zersch Köstritz ein.

1913 Teilnahme an einem Kavallerie-Ausbildungs-Kursus des 21. A.K. (Armeekorps) in Zeithain bei Risa

1914 am Donnerstag, den 12. März wird er in der Leipziger Thomaskirche durch Pastor Schumann mit Frau Luise Richter getraut.

Teilnahme am 1. Weltkrieg bis 1918 als Bittmeister der leichten Kavallerie (Artillerie Munitionskolonne 176) zuerst an der Ostfront, dann an der Westfront






1926 am 01. März kauft er das Rittergut Hartmannsdorf b. CrossenlElster für 127.150,-- Mark von den drei Erben der Berta Schütz und bewirtschaftet es ab dem 01.10.1927. Die Um- bzw. Neubauten entwarf Professor Schultze-Naumburg. Rudolf ließ eine Wasserleitung, eine Molkerei, eine Geflügelfarm, Viehweiden für das Schweizer Höhenfleckvieh (Kühe) und umfangreiche Kirschplantagen anlegen. Er züchtete außerdem Belgische Kaltblutpferde und jegliches Federvieh u.a. auch das in Vergessenheit geratene Deutsche Zwerghuhn

1927 kauft er das Rittergut CrossenlElster für 238.000,-- Mark, dazu Felder nach Etzdorf und vom Rittergut Silbitz. In Crossen züchtet er u. a. das Thüringer Kaltblutpferd

1928 am 01. Juli zog er mit seiner Frau Luise von Bad Köstritz nach Hartmannsdorf in das dortige Herrenhaus des Rittergutes um

1936 ließ er in Hartmannsdorf einen Glockenturm mit 4 Glocken bauen, der am 04.10. zum Reichserntedankfest eingeweiht wurde. Den Turm schenkte er der Gemeinde

1937 am 13. Mai erwarb er aus einer Zwangsversteigerung das Schloss Crossen mit dem dazugehörenden Park und bewahrte es somit vor dem Verfall

1939 am Freitag, den 24. März stirbt er im 58. Lebensjahr und hinterlässt keine Nachkommen. Anlässlich seines Todes und vor allem wegen seiner großen Verdienste erschien in der "Gerarer Zeitung" Nr. 75 vom 29.03. folgender Sonderdruck:

"Unter ungeheurer Beteiligung wurde gestern der bekannte Wirtschaftsführer Bittmeister a.D. Rudolf Zersch, Rittergutsbesitzer und Mitpächter der Fürst. Brauerei Köstritz, zur letzten Ruhe geleitet. Die Überführung von seinem letzten Wohnsitz und Sterbeort Schloss Hartmannsdorf in die alte Heimat Bad Köstritz erfolgte am Montag abend auf einem zur Lafette hergerichteten Ackerwagen, der von vier preisgekrönten Pferden seiner Kaltblutzucht gezogen wurde. Die Werkschar der Fürst. Brauerei sowie die Gefolgschaften der Rittergüter Hartmannsdorf und Grossen gaben ihm das Geleit bis zum Eingang von Bad Köstritz. Dort schloss sich, nachdem der Wagen durch ein Spalier brennender Fackeln hindurchgefahren war, die Gesamtbelegschaft der Fürstl. Brauerei mit leuchtenden Fackeln an. Am Kurhaus von Bad Köstritz, einer Stätte, die ihre Förderung in den letzten Jahren ganz besonders der Initiative des Verstorbenen verdankt, verharrte der Zug kurz in ehrfürchtigem Schweigen, um sich dann zum Verwaltungsgebäude zu bewegen, in dessen Gartenhaus der Verstorbene aufgebahrt wurde. Die ältesten und treuesten Gefolgschaftsmitglieder hielten die Nacht hindurch bei flammenden Pylonen am Sarge ihres verstorbenen Seniorchefs die Totenwache.

Am nächsten Tag versammelten sie die Angehörigen und nächsten Freunde sowie die Gefolgschaftsmitglieder des Verstorbenen zu einer kurzen Trauerfeier. Nach einem Liede, dargeboten von dem Gesangverein Bad Köstritz, sprach Pfarrer Säuberlich
aus Etzdorf den Trauernden Trost zu. Der Verstorbene wurde dann unter stärkster Anteilnahme seiner Freunde, Bekannten, der Gefolgschaften und der Bevölkerung unter den feierlichen Klängen der Kapelle Alpert zum Friedhof Bad Köstritz geleitet.
Viel zu klein war die Friedhofskapelle, um die Zahl der Trauernden aufzunehmen, so dass sich der größte Teil die Ansprache des Pfarrers Eiermann aus Köstritz im Freien anhören musste. Es wurden noch einmal die Verdienste des Verstorbenen und vor allem seine Liebe zu Familie, Heimat, zu allen, mit denen er in Berührung stand, in Erinnerung gebracht. In der Familiengruft wurde der Verstorbene zur letzten Ruhe gebettet.

Seine Beliebtheit, seine Bedeutung, der Zauber seiner Persönlichkeit wurde von den vielen, insbesondere von Direktor Dr. Teschner, zugleich im Namen der gesamten Belegschaften, dem Bürgermeister Kießling, dem Ortsgruppenführer Beer von Hartmannsdorf sowie seinen Regimentskameraden des ehemaligen Königl.-Sächs. Karabinier-Regiments, dem Schützenverein und dem Kriegerverein, die an seinem Grab Abschied nahmen, noch einmal ergreifend gewürdigt. Die Salven krachten über das Grab dieses Mannes, der in seinem Leben so viel geschaffen hat. Ergriffen lauschten die Trauernden dem Lied vom guten Kameraden, worauf da Abschiednehmen mit dem "Kleinen Kavallerie Zapfenstreich" seinen Ausgang fand."






Das Schicksal der Familie Zersch nach dem 2. Weltkrieg





08. Mai 1945. Der Krieg ist aus, Deutschland muß bedingungslos kapitulieren. Die Folgen des Krieges sind für Deutschland fürchterlich: Über 5 Millionen Tote, die Städte liegen in Schutt und Asche, die Ostgebiete gehen verloren und die dort wohnenden Deutschen werden vertrieben (ca. 13 Millionen), Reparationsleistungen durch Demontage von Industrien, Entnahmen aus laufender Produktion, Überlassung aller deutschen Patente und Teilung Deutschlands in vier Besatzungszonen. Deutschland wird in der folgenden Zeit Frontstaat der sich bildenden beiden Machtblöcke der NATO und des Warschauer Paktes. Auf der einen Seite die freiheitlich demokratische Westzone (Bundesrepublik Deutschland ab 1949) mit einer sozialen Marktwirtschaft unter der amerikanischen Führung und auf der anderen Seite eine kommunistische Ostzone (Deutsche Demokratische Republik ab 1949) mit einer zentralistischen Planwirtschaft unter sowjetischer Führung. Die Grenze der Machtblöcke geht mitten durch Deutschland und bleibt bis zur Wiedervereinigung der beiden Teile am 03. Oktober 1990 bestehen.

Wie aber sah das Schicksal der Familie in dieser Zeit aus?
Alle Männer sind tot und die Frauen haben die ganze Last der Beschlagnahmungen, Enteignungen und Verunglimpfungen allein zu tragen. Dr. Teschner, der alleingeschäftsführende Gesellschafter der Fürstl. Brauerei R. Zersch Bad Köstritz, versucht den Damen zu helfen wo es nur geht. Um einer bevorstehenden Verhaftung durch die Kommunisten zu entgehen, muß er Bad Köstritz 1947 mit seiner Familie verlassen und zieht nach Dortmund. Am 27. Juli 1945 fand auf dem Rittergut Hartmannsdorf eine Verhandlung mit den Russen statt. In dem Protokoll vom 28.07.1945 steht darüber geschrieben:
"Gemäß einem russischen Oberbefehl der Einheit 099 (offenbar Division) werden die Rittergüter Hartmannsdorf und Crossen der Einheit 73 725, Major Kormanitzki, zur zeitweiligen Benutzung überlassen. Es besteht eine Kommission, zu der der Kommandant von Eisenberg, Oberst Chicinko, sein Stellvertreter, Kapitän Mellentin, der Einheitsführer, Major Kormanizki Frau Luise Zersch und Bürgermeister Otto Klotz aus Hartmannsdorf gehören. Die Kommission hat ihren Sitz in Hartmannsdorf und ist als Oberverwaltung vorgesehen. Alles andere bleibt wie bisher, nur dass eben der Ernteertrag nicht an die deutschen Stellen, sondern an den Einheitsführer abzuliefern ist. An Inventar wurden festgestellt: Arbeitspferde = 18, Jungpferde = 4, Kühe = 65, Kleinkühe = 56, Bullen = 4, Schweine = 37, Hühner = 80
1 Traktor, 1 Dreschmaschine, 1 Traktorenpflug, 4 Pferdepflüge, 1 Selbstbinder, 2 Kultivatoren, 4 Eggen und 5 Pferdewagen. Es kommen noch sieben männliche und acht weibliche Russen zur Arbeit nach Hartmannsdorf und Krossen, die von der Roten Armee bezahlt werden. Die Verwaltung selbst, mit einem Offizier und einigen Männern, zieht in das Rittergut ein. Als Dolmetscher fungierte der Ukrainer Schiller aus Eisenberg. Dieser ist bei der Ortskommandantur in Eisenberg angestellt."

Luise Zersch (genannt Mami) musste also im Herrenhaus einen Leutnant und zehn weitere Russen aufnehmen und versorgen. In das Haus von Gertrud Zersch wurden im Oktober 1945 dreizehn Personen aus Schlesien einquartiert (Familie Stelter und Familie Rogge). Mit welcher Verlogenheit und mit welchem Haß die Kommunisten gegen die Angehörigen der Familie Zersch vorgingen, lässt sich an folgenden Beispielen ermessen: Zeitungsartikel aus der "Volkswacht" vom 21.07.1956, Nr. 169 "Rund eine halbe Million DM erhielten die Landarbeiter des volkseigenen Gutes Hartmannsdorf vom Staat der Arbeiter und Bauern, seitdem sie vor zehn Jahren das Gut in eigene Hände nahmen. Mit einer Kuh und einem Schwein fingen sie an. Die Millionärsfamilie Zersch, die bis 1945 die Arbeiter der so genannten "fürstlichen" Brauerei Köstritz aussaugte, nannte auch die beiden Güter Hartmannsdorf und Krossen ihr eigen. Kurt Brendel, der als Gärtner für einen geringen Lohn seit 1926 die Rosen der "gnädigen" Frau pflegen musste, lenkt jetzt alsBetriebsleiter die Entwicklung des Volksgutes.
"Wir Landarbeiter leben heute besser als je zuvor," sagte der ehemalige Kutscher und jetzige Traktorist Otto Matthes, der früher mit einem Bettellohn neun hungrige Kinder zu ernähren hatte. "Wir haben in den vergangenen zehn Jahren gemerkt, dass es ohne diese Herrschaften besser geht. Wir wünschen auch den westdeutschen Landarbeitern, die ständigen Lohndrückungen ausgesetzt sind, dass sie bald das Pack der Junker und Großgrundbesitzer vom Schlage Zersch loswerden."
Bei seinen Recherchen zu dieser Chronik, stieß der Autor 1992 in Barby/Elbe (in Barby wurden die alten Grundbücher der ehemaligen DDR aufbewahrt) in dem Grundbuch von Hartmannsdorf auf folgende Aktennotiz:
"Am 31.07.1948 wurden aus dem Grundbuch Hartmannsdorf Band IV das Grundbuchblatt 115 (Seite 1 - 18 des Grundbuchbandes) herausgeschnitten. Das Grundbuchblatt 115 mit den Grundakten und dem Handblatt wurden durch Verbrennen vernichtet. Amtsgericht Eisenberg, den 31.07.1948."
In dem Grundbuchblatt 115 war das Eigentum von Rudolf und Luise Zersch dokumentiert!

Nach den Beschlagnahmungen und Enteignungen hatten die Frauen kein Einkommen mehr. So mussten sie zum Überleben Wertgegenstände wie z.B. Porzellan, Silber, Schmuck usw. zu Schleuderpreisen verkaufen. Als Folge blieb nur noch die Flucht aus dem kommunistischen Machtbereich in den Westen.
Margarethe Zersch wohnte im alten Palais von Bad Köstritz und hatte in Berlin-Grunewald, Kögisallee ein Ferienhaus am Königssee, wo sie immer öfter hinfuhr. Luise Zersch und ihre beiden Schwestern Berta (Batty) Richter und Hanna Richter zogen zunächst von Hartmannsdorf 1946 nach Bad Köstritz, Karl Liebknecht Str. 19 und in den 60er Jahren nach Krefeld, Hubertusstr. 209. Im Jahr 1946 zieht Margot Schnöder (Schwester von Gertrud Zersch) mit den Kindern Sigrun und Elke nach Krefeld, Hofstr., wo sich ihr Mann, Dr. Heinrich Schnöder, nach der Entlassung aus amerikanischer Gefangenschaft als Nervenarzt niedergelassen hatte. Wilhelmine (Ine) und Ingeborg (Inge) Zersch müssen ihre Villa 1948 in Bad Köstritz, Pappelallee ebenfalls verlassen und flüchten in den Westen nach Augsburg. Besonders hart trifft es Gertrud (Trudel) Zersch mit ihren fünf Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren. Ab Februar 1946 erhält sie keinerlei Unterstützung mehr von der Brauerei (monatlich 250,-- Reichsmark). Am 21.06.1946 erhält sie die Nachricht, dass ihr Mann Rudolf in Russland gestorben ist. Auch sie muß Wertgegenstände verkaufen (z.B. die große Briefmarkensammlung ihres Mannes). War es die wirtschaftliche Not und die Sorge um die fünf Kinder oder die Liebe, die sie veranlasste, am 25.09.1948 den Regierungsassessor Hans Bittorff aus Apolda, gegen den Widerstand der Tanten (Mami, Batty und Hanna) zu heiraten? Es wird ein Geheimnis bleiben! Im Jahr 1952 wird Hans, der im Stahlwerk Silbitz arbeitete, wegen angeblicher Werksspionage verhaftet und zu vier Jahren Zuchthaus (Zwickau) verurteilt. Damit sich Trude und die Kinder ernähren können, findet sie eine Anstellung als Nachtschwester in Gera, bei der Kinderklinik von Prof. Dr. Schäfer, wo sie ihre fünf Kinder bekommen hatte.
Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis im Jahre 1956 flieht Hans nach Krefeld und findet dort zunächst eine Anstellung als Buchhalter bei der Firma Tölke und Fischer und später als Schadensregulierer bei der Mannheimer Versicherung. Am 07. Januar 1957 folgt ihm Trude mit Ralf nach Krefeld, wo sie eine Mansardenwohnung auf dem Ostwall 52 beziehen.

Nach Bad Köstritz und Hartmannsdorf war nun Krefeld, die Samt- und Seidenstadt am Niederrhein, die zentrale Anlaufstelle der Familie für die nächsten Jahre. In den 70er Jahren kaufte Gertrud eine Eigentumswohnung in Wegberg, Tannenweg 40 und zog mit Hans und Batty dort ein. In den folgenden Jahren verstreute sich die Familie durch Beruf und Heirat auf die ganze Bundesrepublik. So wohnten im Jahr 1990 Inge und Kurt Solcher in Augsburg, wo ihr Sohn Klaus eine Kanzlei betreibt, Horst und Ursel Beckröge mit Stefanie in Bremen, Rudolf und Katy Zersch in Hünfeld, Martina Zersch in Heddesheim, Rüdiger und Ingrid Zersch in Enniskillen/Ontario Kanada, Ralph und Claudia Zersch in Toronto/Kanada, Ute und Heinz Antwerpes in Dülken Rainer Zersch in Herne, Ralf und Traute Zersch in Soltau, Roger und Tanja Zersch in Hamburg, Sigrun und Hauke Wolter in Wilhelmshaven und Jörg und Annemarie Teschner in Weimar.

Am 03. Oktober 1990 erfolgt die ersehnte Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Der öffentliche und friedliche Druck der Bevölkerung auf die Staatsführung der DDR und der wirtschaftliche Ruin hatten zum Zusammenbruch dieses Staates geführt. In dieser Situation sah Ralf, der zu dieser Zeit in Berlin stationiert war, seine Chance. Am 21.10.1991 stellte er bei der Treuhandanstalt Berlin- Abteilung Sondervermögen Land- und Forstwirtschaft- einen Antrag auf Rückkauf des Rittergutes Hartmannsdorf. Der Zufall wollte es, dass der Sachbearbeiter der Anstalt, Herr Morgner, früher einmal beim VEB Obstbau Hartmannsdorf im Rahmen seiner Ausbildung tätig war. Ralf und Herr Linke, der letzte Verwalter vom Gut, entwickelten ein Konzept für die Bewirtschaftung und Nutzung des Gutes und ließen sich das durch den Wirtschaftsberater, Herrn P. Scotti aus Rheindorf, und Herrn Dr. A Mager, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Obstbau, Gemüsebau und Umweltschutz, bestätigen. Als die Treuhandniederlassung Gera -Abt. Land- und Forstwirtschaft-, Herr Rittweger, anfing, Grundstücke und Gebäudeteile des Gutes an Fremde zu verkaufen, beschwerte Ralf sich bei der Treuhandanstalt in Berlin und schaltete zusätzlich seinen Bundestagsabgeordneten, MdB H.- G. Bargfrede, ein, jedoch ohne Erfolg. Im Jahr 1994 verkaufte der durch die Treuhand beauftragte Liquidator für den VEB Obstbau, Herr Rechtsanwalt H.- J. Stecher aus Gera, schließlich das Gut für ca. 750.000 DM an einen privaten Investor. Damit war für Ralf das Thema Rückkauf für alle Zeit erledigt.

Nach teilweise über fünfzig Jahren kamen die Familien zu einem großen Treffen in Bad Köstritz, Schlosshotel im Mai 2000 und 2001 zusammen, um den nachfolgenden Generationen die Wirkungsstätten der Familie Zersch zu zeigen und um den Zusammenhalt der Familien zu stärken. Von der jüngsten Zersch (Fabienne, 2 Jahre alt) bis zur ältesten geborenen Zersch (Inge, 79 Jahre alt) war alles vertreten. Die Folge dieser Zusammenkünfte war der gemeinsame Wille, sich, wenn möglich, einmal im Jahr irgendwo in Deutschland zu treffen.





Linktipp: Webseite der Familie Zersch





Herzlichen Dank für das zur Verfügung gestellte historische Material an Ralf Zersch.